Adventsgeschichte – Angel’s Guardian 23.12.2016

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WOW … hier kommt schon das Türchen Nr. 23. Wie die Zeit vergeht. Morgen erwartet euch das große Finale, also nicht verpassen.
Und bevor ich euch heute in die Geschichte entlasse, möchte ich euch noch etwas ganz Besonders vorstellen. Die Jungs vom BLACK DESIRE haben nun ihren eigenen Web-Auftritt … vorbeischauen lohnt sich 😉
Zudem erwartet euch am 25.12. noch die große Weihnachtsparty mit den Jungs … die werdet ihr hier auf meinem Blog finden oder ihr schaut einfach bei den Jungs vorbei. Denn ihr könnt auch noch etwas dabei abstauben 😉

black-desire-mens-club

Wer gerne noch einmal alle Türchen nachlesen möchte, der klickt bitte HIER.

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Türchen 23

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Während des Essens glaubte Riley sich in einem wunderschönen Traum. Alles schien perfekt. Gab hätte ihn ebenso einfach nur in einen Imbiss zu Fish und Chips und einer Cola einladen können – es wäre genauso perfekt gewesen. Die Pizza schmeckte köstlich und auch der Wein war weder zu trocken noch zu süß. Als Gab ihm zum Nachtisch auch noch Mousse au Chocolat servierte, hätte dieses Abendessen nicht vollkommener sein können.

»Den Tipp hat mir Tyler gegeben.« Gab zwinkerte ihm zu. »Ich hoffe, dass es auch schmeckt.«

Von allen Süßspeisen, die Riley kannte, gehörte Mousse au Chocolat zu seinen unangefochtenen Favoriten. Er probierte und die Geschmacksexplosion in seinem Mund war unbeschreiblich.

»Das ist das Beste, was ich je gegessen habe.«

»Du Charmeur.« Gab grinste frech und probierte selbst vom Nachtisch. Genussvoll verdrehte er die Augen. »Okay, du könntest recht haben.«

Kichernd sahen sie sich an, aßen schweigend, bis Riley sich satt und zufrieden zurücklehnte.

»Ich glaube, das war das schönste Abendessen, das ich je hatte.«

»Und es muss nicht das letzte gewesen sein. Vielleicht nicht gerade in dieser Wohnung und auch nicht unbedingt in meiner kleinen Bude … aber ich lade dich gerne hin und wieder zum Essen ein.«

»Das meinst du ernst«, stellte Riley ein wenig verwundert fest.

Im nächsten Moment stand Gab vor ihm, fasste ihn an den Händen und zog ihn auf die Füße. Gemeinsam gingen sie in den Wohnbereich und ließen sich auf der Decken- und Kissenlandschaft nieder. Sie wirkte nicht nur gemütlich, sie war es auch. Das Feuer im Kamin knisterte gemütlich, und Riley fühlte sich so sicher wie schon lange nicht mehr. Gab vermittelte ihm eine Art von Vertrautheit, die ihm zwar immer noch fremd war, dennoch war es etwas, das er so schnell nicht wieder hergeben wollte.

Mit im Nacken verschränkten Armen machte Riley es sich bequem. Er lauschte dem prasselndem Holz und der leisen Musik und genoss es dabei in vollen Zügen, Gab an seiner Seite zu wissen. Das brennende Feuer warf Schatten an die weiße Decke, wo sie sich zu einem Tanz ineinander verwoben und schließlich wieder auseinander waberten. Das erinnerte ihn unweigerlich daran, wozu ihm Tyler geraten hatte, als er Finn und ihn gestern Abend besucht hatte, um nach dem Rechten zu sehen. Er wollte, dass Gab noch eine wichtige Sache von ihm selbst erfuhr, doch Riley wusste nicht, wo er anfangen sollte.

»Dir liegt doch etwas auf dem Herzen«, sagte Gab nach einer Weile.

Überrascht drehte er den Kopf zur Seite. Gab stützte seinen Kopf mit der Hand ab und sah ihn neugierig an.

»Lass mich raten«, sprach er weiter. »Es geht um deinen Job als Callboy.«

»Woher…«

»Woher ich das weiß?«, beendete Gab den Satz und schmunzelte verlegen. »Weil ich dich das sonst gefragt hätte und weil es das Einzige ist, worüber wir zwei noch nicht geredet haben. Mal abgesehen von der anderen Sache. Aber ehrlich gesagt, Tyler und ich haben heute Morgen noch einmal darüber gesprochen und ihm ist rausgerutscht, dass er dich darum gebeten hat, dass du es mir erklärst. Wenn du das jetzt nicht willst, musst du das aber nicht.«

Riley seufzte und setzte sich auf. »Doch … ich will es. Ich möchte, dass du den Grund erfährst. Inzwischen habe ich auch verstanden, wie wichtig es für dich ist, dass du es weißt. Oder anders gesagt, ich möchte nicht, dass etwas zwischen uns steht. Zwar habe ich keine Ahnung was es ist, das ich fühle, wenn wir zwei zusammen sind, doch es ist schön.«

Gabs verständnisvolles Lächeln war Antwort genug und Riley nahm all seinen Mut zusammen. »Ich … ich tu es, weil es das ist, was ich wirklich kann. Ich war in keiner Schule und kann eben nicht so arbeiten wie du, Sean und Tyler. Schreiben fällt mir immer noch sehr schwer, wobei das Lesen durch die ganzen Bücher immer besser wird. Verstehst du das?«

Gab nickte. »Du hast Angst, dass dir deine fehlende Schulbildung im Weg steht. Mir würde es an deiner Stelle genauso gehen.«

Beruhigt holte Riley tief Luft. »Aber das ist nicht alles. Sex ist das Einzige, wo ich wirklich sicher bin, dass ich alles richtig mache. Das ist immer dasselbe, nur mit anderen Männern. Einige sind nett, andere weniger. Wir küssen uns nie, wir reden auch nicht viel. Ich empfinde dabei nichts. Es ist einfach etwas, was ich tu und dann gehen sie wieder. Hier drin«, dabei legte er die Hand auf seine Brust, »da ist alles tot, wenn ich bei ihnen bin. Nur bei dir … bei dir ist es ganz anders. Es ist so…«

Mitten im Satz brach er ab. Gab griff nach seiner Hand und streichelte ihm sanft mit dem Daumen über den Handrücken.

»Ich glaube, ich weiß es. Du bist dann wie ein Roboter, der einfach funktioniert. Gefühllos und mechanisch. Das ist es, was du sagen willst.«

Beschämt senkte Riley den Blick. »Ja«, flüsterte er. »Und ich bin es Sean schuldig. Er hat so viel für mich getan. Schon viel zu viel und ich wollte ihm etwas zurückgeben. Das, was ich verdiene geht zur Hälfte an ihn, aber manchmal will er das gar nicht. Dann gehört das ganze Geld mir. Sonderwünsche kosten extra und auch das will er nicht, sondern er gibt es mir. Der Besuch auf der Vernissage mit Stephen, das Geld hat er mir geschenkt.«

Einen Moment breitete sich Schweigen zwischen ihnen aus. Gab setzte sich auf und nahm Rileys andere Hand ebenfalls in seine.

»Ich danke dir für deine Ehrlichkeit«, sagte Gab leise und küsste Rileys Finger zärtlich. »Du hast eben nicht nur einen großen Schritt getan, sondern mir auch die Augen geöffnet. Mir ist egal, mit was du dein Geld verdienst, solange du nur bei mir bist.«

Riley fühlte die Hitze in seinem Gesicht. Das war das erste Mal, dass ein Mann so etwas zu ihm sagte. Zugleich wusste er, wie ehrlich die Worte gemeint waren, trotz der Wahrheit, die er ihm eben offenbart hatte.

»Weißt du eigentlich, dass ich mich in dich verliebt habe«, hauchte Gab ihm ins Ohr und küsste ihn liebevoll auf die Wange. »Du bist wahrscheinlich das Beste, was mir je passiert ist.« Dann küsste er ihn wieder, dieses Mal auf die andere Wange. »Angel, du trägst nicht nur den Namen eines Engels, du bist einer.« Erneut küsste er ihn, doch nun trafen sich ihre Lippen.

Riley schloss die Augen und stöhnte instinktiv in den Kuss hinein. Gabs Zunge streichelte seine zuerst sanft, dann leidenschaftlicher. Wie in einem Rausch ließ Riley sich fallen und genoss das immer feuriger werdende Zungenspiel. Dabei legte er seine Arme in Gabs Nacken und zog ihn ganz nah zu sich heran. Er wollte seine Wärme spüren, seinen Körper, der ihm so viel Sicherheit bot, dass er sich fast schon an ihm festkrallte.

Doch auf einmal war alles anders. Riley lag auf den Kissen, Gab über ihm. Dessen Finger fuhren ihm zärtlich und doch bestimmend über den Hals, die Brust und hinunter zum Bauch. Während sie sich weiterhin stürmisch küssten, wanderten Gabs Hände unter seinen Pullover und er schob ihn langsam nach oben. Dann lösten sich ihre Lippen voneinander und mit einem verschwörerischen Grinsen sah er Riley tief in die Augen.

Gab hauchte ihm sanfte Küsse auf seinen Hals und dann spürte er dessen Lippen auf seinem Bauchnabel. In diesem Moment war Riley plötzlich gefangen in einer ganz neuen Welt. Die Schmetterlinge wuselten umher, seine Haut kribbelte und sein Herz schlug noch niemals so schnell. Was immer Gab mit ihm tat, er wollte nicht, dass er aufhörte. Das tat er auch nicht. Doch zuerst half er Riley den Pullover auszuziehen und zog anschließend auch seinen aus. Ihre erhitzten Körper rieben sich aneinander und Riley stöhnte gleich mehrmals hintereinander. Im nächsten Moment spürte er Gabs Zunge, die ihm behutsam und doch fordernd die eine Brustwarze leckte. Mit den Fingern streichelte er seine andere. Es fühlte sich an wie in einem wunderschönen Traum, nur war es keiner. Gab entlockte ihm plötzlich Gefühle, von denen er sich nicht einmal sicher war, was genau er eigentlich gerade empfand. Noch nie hatte ihn ein Mann auf diese Weise berührt. Es war unbeschreiblich berauschend, stürmisch und leidenschaftlich.

Gab schenkte ihm so viel auf einmal, dass er gar nicht wusste, wie er reagieren sollte. Er krallte sich an dessen nacktem Rücken fest und bäumte sich ihm entgegen, wenn seine Zunge ihn liebkoste. Immer wieder trafen sich ihre Lippen zu einem lustvollen Kuss, der Riley nur noch hungriger auf einen weiteren machte.

Schließlich wanderten Gabs Mund und Hände immer weiter nach unten. Heiße Finger streichelten Rileys Oberkörper und irgendwann öffnete er ganz langsam die Knöpfe an seiner Jeans. Für einen Moment versteifte sich Riley. Obwohl er in Sachen Sex schon zahlreiche Perversitäten am eigenen Leib erleben musste, war es für ihn etwas völlig anderes, unerwartet auf der anderen Seite zu sein. Noch nie hatte ihn ein Mann verwöhnt, wie Gab es gerade tat. Ein wenig ängstlich versuchte er sich vorzustellen, wie es sich anfühlen würde, dieses Mal derjenige zu sein, der genießen sollte.

»Lass dich fallen … lass dich einfach fallen und genieße«, flüsterte Gabriel und küsste ihn zärtlich auf den Bauchnabel.

Rileys Körper entspannte sich wieder und er schloss die Augen. Er konzentrierte sich nur noch auf das, was er spürte und fühlte. Und das war etwas, dass er nie für möglich gehalten hatte. Verspielte Finger zogen ihm die Jeans und Boxershorts aus. Wie in Trance bekam er mit, wie auch Gab sich seiner Sachen entledigte. Augenblicke später entlockten ihm Gabs Lippen ein stöhnendes Seufzen. Sanft, und dennoch voller ungezügeltem Feuer begann er plötzlich Riley auf eine Art und Weise zu stimulieren, die ihn alles um sich herum vergessen ließ.

Am Ende dieser Nacht hatte Riley eine der schönsten seines bisherigen Lebens mit Gab verbracht.

© Madison Clark

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Endlich haben die zwei ihr wohlverdientes Glück gefunden. Was meint ihr? Aber vergesst nicht, noch ist die Geschichte nicht zu Ende.

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6 Kommentare zu “Adventsgeschichte – Angel’s Guardian 23.12.2016

  1. Also explizit im Sinne von; das die Sex Szene Morgen bei „Sanft, und dennoch voller ungezügeltem Feuer begann er plötzlich Riley auf eine Art und Weise zu stimulieren, die ihn alles um sich herum vergessen ließ…“. So wie du den Sex bisher beschrieben hast, war das ja schon ausführlich. Du hast halt den spannendsten Teil weg gelassen XD

    Ich freue mich total, das es „Angel Guardian“ als Taschenbuch geben wird. Danke! Wird das Buch auch bei Amazon, oder gar bei Thalia (nicht nur im Online Shop) erhältlich sein?

    Liebste Grüße, Conny

    • Ich komme zuerst einmal auf dein vorangegangenes Kommentar … ja, ich wollte jetzt keine ausgeschriebene Sexszene öffentlich auf dem Blog stellen. Wer weiß, wer alles mit liest. Den Blog dann sperren für alle Minderjährigen, nur wegen einer Szene finde ich doof.
      Allerdings kam es ja auch mehr auf das an, was Riley wirklich dabei fühlt, wenn Gabriel ihn zum ersten Mal sanft berührt, eben weil er es nicht kennt. Also bitte nicht böse sein 😉
      Also bei Amazon wird es das Taschenbuch definitiv geben, wie es jetzt mit anderen Shops aussieht, kann ich dir nicht sagen. Als ebook dann auf jeden Fall bei Thalia.
      LG Madi

  2. Das ist ja gemein. Ich dachte gegen ende hin, daß du ein Break machst, und wir morgen Angel „erstes“ mal erleben dürfen. Explizit. Als das Kapitel zu ende war, war ich erst einmal enttäuscht. Doch jetzt denke ich mir, das dass hier bestimmt auch 16 jährige lesen. Von daher.. 😦

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